Bachelorarbeit Dominik van den Heuvel, Robert Rohrbach, Simon Schüpbach (Auszeichnung)

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Diplomand
Dominik van den Heuvel
Dozent
Beat Noser, Dipl. Bauing. HTL/SIA, Prof. für Massivbau
Experte
Walter Wiedmer, Dipl. Bauing. ETH/SIA
Disziplin
Massivbau
Jahr
2010
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Diplomand
Robert Rohrbach
Dozent
Beat Noser, Dipl. Bauing. HTL/SIA, Prof. für Massivbau
Experte
Walter Wiedmer, Dipl. Bauing. ETH/SIA
Disziplin
Massivbau
Jahr
2010
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Diplomand
Simon Schüpbach
Dozent
Beat Noser, Dipl. Bauing. HTL/SIA, Prof. für Massivbau
Experte
Walter Wiedmer, Dipl. Bauing. ETH/SIA
Disziplin
Massivbau
Jahr
2010
Lastabtragung an einer Überbauung in Konstanz
Neubauprojektierung eines Hotel- und 
Bürogebäudes im Seerhein-Areal in Konstanz
Auf dem früheren Betriebsgelände eines chemisch-technischen Unternehmens sollen ein sechsstöckiges Hotel und ein vierstöckiges Bürogebäude realisiert werden. Die Lastabtragung in den Baugrund, die Lastabfangung in der Decke über dem Erdgeschoss und die horizontale Lastabtragung im Bürogebäude wurden vertieft behandelt.

Die beiden Gebäude werden in Stahlbetonskelett-Bauweise geplant und stehen auf einem gemeinsamen Untergeschoss, das vorwiegend als Einstellhalle für Personalfahrzeuge genutzt werden soll.

Arbeit dreigeteilt
Während das Vorprojekt in der Gruppe bearbeitet wurde, teilten die drei Autoren in der Phase des Bauprojekts die Überbauung in die Sektoren Büro- und Hotelgebäude sowie Untergeschoss auf. Im anschliessenden Ausführungsprojekt befasste sich Simon Schüpbach mit der vertikalen und der horizontalen Lastabtragung des Bürogebäudes, Robert Rohrbach mit der Decke über dem Erdgeschoss im Hotelgebäude und Dominik van den Heuvel mit der Bodenplatte der Einstellhalle. Am Ende der Arbeit gaben die Autoren ein Vorprojekt, eine Nutzungsvereinbarung, eine Projektbasis, ein Bauprojekt und drei Ausführungsprojekte ab. Letztere beinhalteten neben der Statik auch Schalungs- und Armierungspläne.

Kräftefluss in den Baugrund
Der Untergrund, auf dem die Überbauung steht, ist bis in eine Tiefe von etwa 25 m unter OK Terrain schlecht tragfähig. Die Fundation erfolgt deshalb über eine Tiefengründung, wobei infolge der unterschiedlichen E-Moduli der Baugrundschichten ein Teil der Gebäudelasten nicht über die Pfahlfundation, sondern über die Bodenplatte abgeleitet werden soll. Der daraus resultierende Erddruck verursacht eine zusätzliche Einwirkung auf die Bodenplatte, die bei der Dimensionierung berücksichtigt wird. Da die Einstellhalle unter dem See- beziehungsweise Rheinspiegel steht, gewährleisten die Planenden die geforderte Wasserdichtheit des Untergeschosses mit einer weissen Wanne.

Tragwerk im Bürogebäude
Damit eine spätere Umnutzung des Bürogebäudes möglich ist, stellt der Projektierende die vertikale und die horizontale Stabilität mit möglichst wenigen tragenden Wänden sicher. Abfangscheiben, Betonstützen und indirekt aufgelagerte Unterzüge tragen die vertikalen Lasten ab. Die beiden durchgehenden Kernzonen steifen die Tragkonstruktion horizontal aus, wobei die massgebenden Einwirkungen aus den Wind- und Erdbebenkräften resultieren. Den Erdbebennachweis führen die Projektierenden mit dem Antwortspektrenverfahren.

Tragwerk im Hotelkomplex
Das Hotelgebäude ist durch zwei unterschiedliche Tragstrukturen charakterisiert. Diejenige in den Obergeschossen ist durch die Hotelzimmer geprägt und entsprechend engmaschig. Im Erdgeschoss hingegen sind möglichst wenige Tragelemente gefordert, da beispielsweise die Empfangshalle grosse Raumabmessungen verlangt. Die Decke über dem Erdgeschoss muss diese grossen Spannweiten überbrücken und gleichzeitig die Lasten aus den Obergeschossen abfangen. Die entsprechend dimensionierte Decke gewährleistet die Lastabtragung aus der engmaschigen in die weiträumige Tragstruktur.
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