Bachelorarbeit Andy Schütz (Auszeichnung)

Bild Diplomand
Diplomanden
Andy Schütz
Dozent
Silvio Pizio, Dr. Dipl. Bauing. ETH/SIA
Experte
René Steiger, Dr. sc. tech., Dipl. Bauing. ETH/SIA
Disziplin
Holzbau
Jahr
2010
Neue Holzbrücke für nicht motorisierten Verkehr
Neubau Radwegbrücke über die K270 bei Bremgarten AG
Im Kreuzungsbereich der Strassen K127/K270 soll der neue Radweg Wohlen–Bremgarten über eine neue Radwegbrücke führen. Diese soll die K270 komplett überspannen und von der bestehenden Strassenbrücke losgelöst sein.

Im Rahmen eines Vorprojektes soll die rund 30 m lange Radwegbrücke in Holzbauweise projektiert werden. Sie soll eine Fahrbahnbreite von 3.0 m aufweisen und für Fussgänger, Radfahrer und Unterhaltsfahrzeuge bis 7.5 t ausgelegt werden. Seitlich ist je ein 0.3 m breites Schrammbord zu erstellen. Die Höhe der seitlichen Abschrankungen beträgt 1.3 m. Die Brücke soll zudem dem Standort angepasst, zeitgemäss, dauerhaft und wirtschaftlich sein.

Leicht gebogene Deckbrücke

Die neue Verbindung zwischen Bremgarten und Wohlen für Radfahrer und Fussgänger wurde in Form einer leicht gebogenen Deckbrücke projektiert und entspricht den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und der Realisierbarkeit. Durch ihr filigranes Geländer und die passende Verschalung präsentiert sie sich in schlichter und stilvoller Art und Weise.

Lagerkonzept

Die Brücke mit einer Stützweite von 29.45 m ist als einfacher Balken auf Mageba-Lasto-Block-Elastomerlagern gelagert. Dabei wird das östliche, tiefer gelegene Auflager aufgrund der Höhendifferenz zwischen den Widerlagern zum festen Auflager. Das höher gelegene Lager ist verschiebbar ausgebildet.

Stabilisierungskonzept

Die Brückenplatte stabilisiert die Tragkonstruktion bezüglich der horizontalen Einwirkungen. Sie wirkt als Scheibe. Ausserdem hält sie die miteinander verbundenen Längsträger und steift sie gegen Kippen aus.
Die Querkraft wird in den Stössen aufgenommen. Die Zugkräfte, die infolge von Momenten entstehen, werden in die Träger weitergeleitet.

Fahrbahnübergang
Die auf beiden Seiten der Brücke angeordneten Übergangsbleche nehmen die Vertikal- und die Horizontalverschiebungen bei den Fahrbahnübergängen auf und gleichen die Verschiebungen aus.

Konstruktiver Holzschutz

Die Brückenplatte gewährleistet weitgehend den Holzschutz der Längsträger. Zusätzlich ist das Geländer so konstruiert, dass die Längsträger seitlich verschalen und somit vor seitlich eindringendem Wasser schützen. Im Bereich der Fahrbahnübergänge ist unter dem Ausgleichsblech ein weiteres Blech angebracht, das verhindert, dass die Stirnseiten der Träger nass werden. Die Bankette und die Verschalungsteile sind aus Lärchenholz hergestellt und somit einigermassen witterungsbeständig. Diese Elemente sind als Verschleissteile konzipiert und können bei Bedarf ausgetauscht werden.
Bild Fusszeile